Position: Beraterin im Bereich Zukunftstechnologien und Europa
Annette Randhahn
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Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, genügt die Antwort, „ich arbeite als Beraterin bei einem Projektträger“ meist nicht. Darunter können sich die meisten Menschen nichts vorstellen. Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich aber abwechslungsreiche und spannende Tätigkeiten. In erster Linie betreue ich öffentlich geförderte Projekte im Forschungs- und Entwicklungsbereich. In meinem Fall aus dem Bereich Verkehr, wo aktuell Themen wie Elektromobilität, Digitalisierung oder automatisiertes Fahren eine große Rolle spielen.

Projekt „Hybridbusse“ auf den Weg gebracht

Mein spezielles Projekt ist die Leitung der Projektträgerschaft „Hybridbusse“ im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Das Besondere daran ist, dass ich seit 2009 mitverfolge, wie die Elektromobilität auch im öffentlichen Nahverkehr Einzug hält. Seit im BMUB die Idee entstanden ist, die Beschaffung von diesel-elektrischen Hybridbussen zu unterstützen, kann ich beobachten, wie solche effizienten Fahrzeuge in immer mehr Städten eingesetzt werden und sich die Technik weiterentwickelt. Und nun fahren schon die ersten Elektrobusse in Städten wie Berlin, Hamburg oder Köln und mehrere Regionen haben beschlossen, bald nur noch emissionsfreie Busse zu beschaffen.

Förderprojekte und Öffentlichkeitsarbeit begleiten

Betreuung heißt Beratung und Begleitung der Projektdurchführenden von der Projektskizze über den Förderantrag bis hin zum Endbericht. Als Projektträger sind wir quasi das Bindeglied zwischen Fördergebern, das sind z. B. Ministerien, und Fördernehmern, meist Institute und Unternehmen. Viele unserer Vorhaben besuchen wir sogar regelmäßig vor Ort.

Des Weiteren unterstützen wir unsere Auftragnehmer auch bei der Öffentlichkeitsarbeit, die sie im Rahmen ihrer Fördermaßnahmen durchführen. Ich bin dabei ganz konkret für die Inhalte der Webseite www.erneuerbar-mobil.de zuständig und an der Organisation von Fachveranstaltungen, Konferenzen und Messeauftritten beteiligt.
Außerdem sind wir nicht nur in Projektträgerschaften tätig, wir führen auch selbst Vorhaben durch, beispielsweise im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon2020. Derzeit bin ich am Projekt Mobility4EU beteiligt, in dem wir mit Partnern aus ganz Europa eine umfassende europäische Mobilitätsstrategie entwerfen, die den aktuellen Wandel der Verkehrssysteme im Hinblick auf eine Zukunftsvision für 2030 antizipiert und gestaltet.