Die Förderung von Forschung und Innovation im Bereich der Batteriefertigung ist eines der prioritären Ziele der EU. Da die Förderung die gesamte Wertschöpfungskette einschließt, wurde diese zu einem "Important Project of Common European Interest", einem sogenannten IPCEI. Ziel der Europäischen Kommission ist es, die europäischen Staaten bei ihren nationalen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsanstrengungen so zu unterstützen, dass diese anschließend eine deutlich gestärkte Position im globalen Wettbewerb einnehmen. Für Europa bedeutet das: nachhaltigere Mobilität und Energie, mehr Arbeitsplätze und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit.

Um dieses Ziel zu erreichen, fördert die Europäische Kommission die Batteriefertigung in einem zweigeteilten IPCEI. Das erste „IPCEI on Batteries“ wird durch die französische Regierung koordiniert. Hier stellen insgesamt sieben Mitgliedstaaten eine Förderung von bis zu 3,2 Mrd. Euro für ihre nationalen Vorhaben bereit. Das zweite IPCEI „EuBatIn – European Batteries Innovation“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit Unterstützung der VDI/VDE-IT koordiniert. Unter dem europäischen Dach versammeln sich 14 Mitgliedsstaaten und mehr als 50 Unternehmen. Das nationale Fördervolumen wird sich in ähnlichen Größenordnungen wie beim ersten IPCEI bewegen. Die Beihilfegenehmigung der Kommission wird noch im Jahr 2020 erwartet. Beide IPCEI eint, dass ihre Akteur:innen den kompletten Wertschöpfungsprozess vom Material über die Zellen zum Batteriesystem und dem letzten Schritt des Recyclings abbilden.

Als kompetente Partnerin des BMWi begleitet die VDI/VDE-IT das IPCEI Batteriezellfertigung sowohl bei der Umsetzung der Projektträgerschaft für das BMWi als auch durch die wissenschaftliche Begleitung. Dabei unterstützt das Team aus ca. 35 internen und externen interdisziplinären Fachleuten das Referat „Neue Antriebstechnologien, Elektromobilität, Umweltinnovationen“ im BMWi bei der nationalen Förderung und bei der Koordination des EuBatIn auf europäischer Ebene.