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Wie setzen die Alpenregionen ihre regionalen Strategien für „intelligente Spezialisierung“ (S3) um und welche Rolle spielen Cluster-Initiativen dabei? Dieser Frage ging die ClusterAgentur Baden-Württemberg im Rahmen des europäischen Interreg-Projektes „Smart Specialisation Strategies to Build an Innovation Model for AlpClusters“, kurz „S3-4AlpClusters“, nach. Das Ergebnis zeigt: Regionen haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen und entwickeln daher sehr individuelle Strategien. Die meisten haben allerdings gemeinsam, dass sie bei der Implementierung der Strategien die Cluster-Initiativen aktiv einbinden.

Zahlreiche politische Vertreter, ClustermanagerInnen und weitere Akteure der elf Partnerregionen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz nahmen an der Befragung teil. Sechs verschiedene Fragenbereiche galt es zu bearbeiten: Welche Rolle spielen Cluster bei der S3-Entwicklung? Ist die S3 auf Strategien der nationalen Politik und der benachbarten Regionen ausgerichtet? Wie wird die S3 in der Region umgesetzt? Gibt es S3-spezifische Monitoring- und Evaluationsinstrumente bei den Clusterorganisationen? Wie ist der Einfluss der S3 auf die Clusterorganisationen? Und: Wie leistungsfähig ist das regionale Cluster-Portfolio?

Gerade im letzten Block zeichnen die baden-württembergischen StressTest-Teilnehmer ein überdurchschnittlich positives Bild. Dies liegt vor allem an der wirtschaftlichen Stärke der Cluster, einer langfristigen und nachhaltigen Clusterpolitik und an dem Fokus auf exzellentes und professionelles Management der Clusterorganisationen. Zudem erachteten die Befragten die Einbeziehung der Cluster bei der S3-Entwicklung im Land als ausbaufähig, bewerteten aber die aktuelle Implementierung der Strategie und die entsprechende Rolle der Clusterinitiativen positiv.

Die These, die sich hinter dem StressTest verbirgt: Erfolgreiche Cluster und leistungsfähige Cluster-Initiativen eignen sich besonders gut als Instrument für eine erfolgreiche Implementierung der S3. Clusterinitiativen sollten daher intensiv beteiligt und als Instrument für die Regionalentwicklung genutzt werden.

Das Interreg-Projekt „S3-4AlpClusters"

„S3-4AlpClusters“ zielt darauf ab, Strategien für intelligente Spezialisierung (S3) mit Hilfe von Clustern und Cluster-Initiativen besser umzusetzen, um ein nachhaltiges und integratives Wachstum zu ermöglichen. Die Erzeugung von kritischer Masse von Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft in relevanten Zukunftsfeldern ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Allerdings besteht insgesamt noch wenig Wissen darüber, wie eine S3 unter Berücksichtigung von Clustern und Cluster-Initiativen erfolgreich implementiert werden kann. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es daher, die Rahmenbedingungen für Innovationen, welche durch Cluster und KMUs initiiert werden, zu verbessern und neue Arbeitsplätze schaffen.